Hanau installiert 25 interaktive Kippensammler und verschärft Bußgeld für Zigarettenabfall

Hanau installiert 25 interaktive Kippensammler und verschärft Bußgeld für Zigarettenabfall
Hanau installiert 25 interaktive Kippensammler und verschärft Bußgeld für Zigarettenabfall | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Die Stadt Hanau hat im Zuge ihrer Sauberkeitskampagne 25 neue Kippensammler aufgestellt. Die vom städtischen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service beschafften Geräte sollen die Menge an weggeworfenen Zigarettenstummeln im öffentlichen Raum reduzieren und kombinieren Abfallentsorgung mit einem spielerischen Abstimmungsprinzip.

Wie die Kippensammler funktionieren

Die neuen Sammelbehälter verfügen jeweils über zwei durchsichtige Röhren, über denen eine Abstimmungstafel angebracht ist. Wer seine Zigarette einwirft, stimmt damit gleichzeitig zu einer lokalen Frage, zum Beispiel Lamboyfest oder Bürgerfest, Brüder Grimm Festspiele oder Kinopolis, Heinrich Fischer Bad oder Lindenaubad, Schloss Philippsruhe oder Wilhelmsbad oder aktuell Helau oder Alaaf. Bereits zuvor waren in Hanau 30 vergleichbare Sammler installiert worden.

Stadträtin und Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley erklärt, die Stadt wolle Sauberkeit im Stadtbild fördern und dabei bewusst neue Wege gehen. Die Sammler sollen Aufmerksamkeit erzeugen, Beteiligung anregen und konkret dazu beitragen, dass weniger Zigarettenkippen auf Gehwegen, Plätzen oder in Grünanlagen landen. Zudem verwies Hemsley auf das seit Monatsbeginn erhöhte Bußgeld: Wer Zigaretten wegwirft, muss mindestens 120 Euro pro Vergehen zahlen.

Verteilung im Stadtgebiet und lokale Produktion

Die Geräte wurden nach Angaben der Stadt flächendeckend montiert. Mindestens zwei Sammler sind pro Stadtteil vorgesehen, ergänzend wurden weitere Standorte mit hoher Fußgängerfrequenz in der Innenstadt ausgewählt. Die Auswahl der Standorte erfolgte in Abstimmung mit den örtlichen Ortsbeiräten.

Hersteller der Kippensammler ist eine Schlosserei aus Hanau. Die Stadt hob hervor, dass damit regionale Wertschöpfung verbunden sei und lokale Betriebe in Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität eingebunden werden.

Hintergrund der Sauberkeitskampagne

Die Maßnahme ist Teil der Kampagne JuchHU sauber. Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service nennt als Fakten für 2025 rund 175 Tonnen illegal entsorgten Müll im Stadtgebiet trotz etwa 1.800 öffentlicher Abfallbehälter und eines Wertstoffhofs. Allein das Entfernen von Zigarettenkippen auf dem Freiheitsplatz koste die Stadt jährlich etwa 10.000 Euro.

Die Kampagne setzt laut Stadt auf Information, Motivation und Aufklärung und soll die Menschen in Hanau eher zum Mitmachen anregen als sie zu belehren. Sichtbar ist sie unter anderem durch Plakate und Aufkleber im Stadtbild sowie durch gezielte Aktionen und den direkten Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern.

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