
Frankfurt wächst, verändert sich und wird dichter. Neubauten entstehen, Straßen werden umgestaltet und ganze Quartiere entwickeln sich weiter. Trotzdem gibt es Stadtteile, in denen man schon nach wenigen Straßen merkt: Hier fühlt sich Frankfurt anders an.
Genau diese Unterschiede gehören für FFMNahDran zu den spannendsten Eigenschaften der Stadt.
Denn Frankfurt besteht nicht aus einem einzigen urbanen Lebensgefühl. Viele Viertel haben ihre eigene Geschichte, Architektur, Atmosphäre und manchmal sogar ihren eigenen Rhythmus bewahrt.
Bornheim: Stadtleben mit fast dörflicher Nähe
Bornheim gehört zu den bekanntesten Beispielen.
Rund um die Berger Straße treffen Gastronomie, Einzelhandel, Wohnhäuser und Wochenmarkt aufeinander. Gleichzeitig gibt es Seitenstraßen, in denen das Viertel deutlich ruhiger wirkt.
Bornheim fühlt sich urban an, aber nicht anonym.
Viele Wege werden zu Fuß erledigt, Menschen begegnen sich regelmäßig im Viertel und zahlreiche kleine Geschäfte sorgen dafür, dass sich das Leben nicht ausschließlich in großen Einkaufszentren abspielt.
Gerade diese Mischung macht den Stadtteil unverwechselbar.
Sachsenhausen: Mehr als Alt-Sachs
Sachsenhausen wird von vielen Besuchern vor allem mit Apfelwein und Alt-Sachs verbunden. Doch der Stadtteil ist deutlich vielfältiger.
Es gibt ruhige Wohnstraßen, lebendige Einkaufsbereiche, Grünflächen und die Nähe zum Main. Gleichzeitig erinnert die Architektur an vielen Stellen daran, dass Sachsenhausen schon lange vor der modernen Skyline ein wichtiger Teil Frankfurts war.
Der Stadtteil zeigt besonders deutlich, wie Tradition und Großstadt nebeneinander funktionieren können.
Höchst: Fast eine eigene kleine Stadt
Wer durch die historische Altstadt von Höchst läuft, könnte stellenweise vergessen, dass er sich in Frankfurt befindet.
Fachwerkhäuser, Schlossplatz und Mainufer schaffen ein Stadtbild, das sich deutlich vom Zentrum unterscheidet.
Höchst besitzt außerdem ein starkes eigenes Selbstverständnis. Das überrascht kaum, denn der Stadtteil war historisch lange eigenständig.
Bis heute ist diese Eigenständigkeit spürbar.
Gerade deshalb zeigt Höchst, wie unterschiedlich Frankfurt innerhalb seiner eigenen Stadtgrenzen sein kann.
Nordend: Dicht, lebendig und sehr urban
Das Nordend steht für eine andere Form von Frankfurt.
Gründerzeitbebauung, Cafés, kleine Geschäfte, Fahrräder, Restaurants und eine hohe Wohndichte prägen viele Straßen. Gleichzeitig gibt es mit dem Günthersburgpark oder kleineren Grünflächen wichtige Freiräume.
Das Nordend wirkt großstädtisch, aber trotzdem stark vom Leben im unmittelbaren Viertel geprägt.
Viele Menschen wohnen, arbeiten, essen und verbringen ihre Freizeit im selben Quartier.
Bergen-Enkheim: Frankfurt mit Dorfkern
Noch einmal völlig anders fühlt sich Bergen-Enkheim an.
Hier trifft der Frankfurter Stadtrand auf historische Strukturen. Insbesondere Bergen besitzt Bereiche, in denen die dörfliche Vergangenheit deutlich sichtbar geblieben ist.
Gleichzeitig gehört der Stadtteil selbstverständlich zur Großstadt Frankfurt.
Dieser Kontrast macht ihn besonders interessant. Er zeigt, dass Frankfurt eben nicht nur aus dichter Innenstadt und urbanen Gründerzeitvierteln besteht.
Charakter entsteht nicht nur durch Architektur
Ein Stadtteil wird jedoch nicht allein durch schöne Häuser oder historische Plätze geprägt.
Entscheidend sind auch die Menschen, Geschäfte, Vereine, Märkte und öffentlichen Orte.
Wenn eine traditionelle Bäckerei verschwindet, ein kleiner Laden durch eine beliebige Filiale ersetzt wird oder Treffpunkte verloren gehen, verändert sich ein Viertel oft stärker, als es ein Neubau allein könnte.
Stadtteilcharakter ist deshalb etwas, das sich nicht vollständig planen lässt.
Er wächst über Jahrzehnte und kann innerhalb weniger Jahre verloren gehen.
Frankfurt sollte seine Unterschiede bewahren
Eine wachsende Stadt muss sich verändern. Neue Wohnungen, Infrastruktur und moderne Quartiere sind notwendig.
Doch Entwicklung sollte nicht bedeuten, dass jedes Viertel irgendwann gleich aussieht.
Gerade Frankfurt profitiert davon, dass Bornheim anders funktioniert als Höchst, Sachsenhausen anders als Bergen-Enkheim und das Nordend anders als Fechenheim.
FFMNahDran sieht darin eine Qualität, die Frankfurt unbedingt bewahren sollte. Eine Stadt wird nicht interessanter, wenn alle Viertel gleich werden. Sie wird interessanter, wenn jedes seinen eigenen Charakter behalten darf.
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