FFMNahDran: Wo Frankfurt noch überraschend grün ist

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Wer bei Frankfurt zuerst an Hochhäuser, Verkehr und dichte Bebauung denkt, liegt nicht völlig falsch. Frankfurt ist eine Großstadt, und an vielen Stellen fühlt sie sich genauso an.

Trotzdem gibt es eine zweite Seite der Stadt, die deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommt.

Frankfurt ist überraschend grün.

Für FFMNahDran lohnt sich deshalb ein Blick auf die Orte, an denen die Großstadt plötzlich leiser, weiter und manchmal fast ländlich wirkt.

Der Stadtwald als Frankfurts grüne Gegenwelt

Eine der größten Überraschungen für Besucher ist oft der Frankfurter Stadtwald.

Südlich des Mains erstrecken sich große Waldflächen, die einen deutlichen Kontrast zur Innenstadt bilden. Spazierwege, Radstrecken und Naturflächen liegen nur wenige Kilometer von den Hochhäusern entfernt.

Gerade diese Nähe macht den Stadtwald besonders.

Man kann sich vormittags zwischen Bürotürmen befinden und kurze Zeit später auf Waldwegen unterwegs sein, auf denen kaum noch etwas an eine internationale Metropole erinnert.

Der Main ist auch ein grüner Raum

Der Main wird häufig vor allem als Kulisse für die Skyline wahrgenommen. Doch seine Ufer gehören gleichzeitig zu den wichtigsten Freizeit- und Erholungsräumen Frankfurts.

Menschen joggen, radeln, sitzen auf den Wiesen oder treffen sich am Wasser.

Besonders an warmen Tagen zeigt sich hier eine andere Form des Stadtlebens. Weniger Konsum, weniger Verkehr, mehr öffentlicher Raum.

Das Mainufer verbindet zentrale Stadtbereiche mit Grün und Wasser und schafft damit etwas, das in dicht bebauten Großstädten besonders wertvoll ist.

Parks mitten in der Stadt

Frankfurt besitzt zahlreiche Parks, die jeweils eine eigene Funktion erfüllen.

Der Grüneburgpark bietet große Wiesen und alte Bäume direkt neben dicht bebauten Vierteln. Der Günthersburgpark ist für viele Bewohner im Nordend und in Bornheim ein wichtiger Treffpunkt. Der Holzhausenpark wirkt kleiner und fast versteckt.

Auch der Bethmannpark zeigt, dass Grünflächen nicht riesig sein müssen, um eine große Wirkung auf ihre Umgebung zu haben.

Gerade kleine Parks können für Stadtteile entscheidend sein.

Der Grüngürtel macht Frankfurt besonders

Eine der wichtigsten grünen Strukturen der Stadt ist der Frankfurter Grüngürtel.

Er verbindet unterschiedliche Landschaften rund um die Stadt und macht Natur an vielen Stellen schnell erreichbar.

Wiesen, Wälder, Felder und Flusslandschaften bilden einen grünen Ring, der im Alltag leicht unterschätzt wird.

Dabei ist genau diese Struktur ein großer Standortvorteil.

Frankfurt wächst und verdichtet sich. Umso wichtiger wird es, solche Flächen langfristig zu schützen.

Selbst zwischen Häusern steckt viel Grün

Auch abseits großer Parks ist Frankfurt grüner, als man auf den ersten Blick vermutet.

Innenhöfe, Kleingärten, Straßenbäume und kleine Grünanlagen verteilen sich über zahlreiche Stadtteile.

Besonders in älteren Wohnquartieren entstehen dadurch grüne Inseln, die das Stadtklima verbessern und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität erhöhen.

Diese kleinen Flächen fallen kaum auf, solange sie vorhanden sind.

Erst wenn Bäume verschwinden oder Grünflächen bebaut werden, wird deutlich, wie sehr sie vorher zum Stadtbild gehört haben.

Grün wird zur Zukunftsfrage

Mit steigenden Temperaturen verändert sich die Bedeutung städtischer Grünflächen.

Parks und Bäume sind längst nicht mehr nur schön anzusehen. Sie spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung und machen dicht bebaute Quartiere an heißen Tagen überhaupt erst erträglich.

Frankfurt steht deshalb vor einer wichtigen Aufgabe.

Die Stadt braucht neue Wohnungen und zusätzliche Infrastruktur. Gleichzeitig darf Verdichtung nicht dazu führen, dass immer weniger Grün übrig bleibt.

Beides miteinander zu verbinden, wird eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre.

Eine Stärke, die Frankfurt stärker zeigen sollte

Die Skyline wird vermutlich immer das bekannteste Bild Frankfurts bleiben.

Doch das andere Frankfurt verdient mindestens genauso viel Aufmerksamkeit.

Das Frankfurt der Parks, Wälder, Mainufer, Gärten und grünen Wege.

FFMNahDran findet: Frankfurt sollte seine grünen Orte nicht nur als nette Ergänzung betrachten. Sie gehören genauso zur Identität der Stadt wie Hochhäuser, Banken und die Skyline.

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Redaktion FFM Report 220 Artikel
Die Internetzeitung für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet